Zum Jahresmotto der Pauluskirche 2018:

„Orte lebendiger Erinnerung – historisch, theologisch, philosophisch”

Die Erinnerungskultur einer Gesellschaft organisiert sich nicht nur über Jubiläen und über zeitliches, chronologisches Gedenken.

Bevor Feier- und Gedenktage eingesetzt werden, machten sich Erinnerungen längst an Orten fest, auch wenn diese (noch) nicht ausgewiesen oder sogar verdrängt werden.

Jüngst haben der französische Präsident Macron und Bundespräsident Steinmeier ein eindrucksvolles Denkmal in Gestalt einer Pieta (Mutter mit einem toten Kind) aus Totenschädeln auf dem einstigen Schlachtfeld des jahrelang umkämpften Hartmannsweiler Kopfes in den Vogesen eingeweiht. Auf diese Weise wird ein Erinnerungsort zum Gedenkort.

Der Reigen unserer Veranstaltungen beginnt am 21. Januar, dem sog. Paulussonntag, den traditionell die Kofi-8-Gruppe der Paulus- und Münstergemeinde gestaltet.

Im Gottesdienst wird es um den Erinnerungsort Damaskus gehen. Damals, als der religiöse Fundamentalist Saulus aufgrund seiner Christusbegegnung zum Apostel Jesu und Verkündiger der Barmherzigkeit und Gnade wurde. Aber auch Damaskus heute, als Hauptstadt des zerrissenen von Bürgerkriegen heimgesuchten Syrien und als erneuter Sehnsuchtsort für ein friedliches Zusammenleben der Religionen.