Liebe Gemeindeglieder,

„Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe.”
(Matthäusevangelium 10,7 - Monatsspruch für August)

Jesus traut seinen Jüngern etwas zu. Gerade erst, so erzählt es der Evangelist Matthäus, hat Jesus die Zwölf berufen. Und gleich schickt er sie wieder weg – zu den Menschen, zu „den verlorenen Schafen des Hauses Israel”.

Die Botschaft, die Jesus ihnen mitgibt, umfasst nur wenige Worte. Aber die haben es in sich. Das Himmelreich ist nahe!

Mehr ist nicht zu sagen. Alles andere entscheiden dann die Men- schen, die diese Botschaft hören. Nehmen sie die Boten auf und wünschen ihnen Frieden, dann erleben sie etwas von der verwan- delnden Kraft des Reiches Gottes. Weisen sie die Boten schroff zu- rück und verjagen sie von Haus und Hof, dann werden sie nichts merken und nichts spüren von dem Frieden, der höher ist als alle Vernunft.

„Das Himmelreich ist nahe herbeigekommen” – die Botschaft, die den Jüngern anvertraut wird, hat eine Vorgeschichte, die aufhorchen lässt.

Mit diesen Worten ist Johannes der Täufer an die Öffentlichkeit ge- treten, und viele sind zu ihm an den Jordan gekommen, um sich taufen zu lassen. Als Johannes ins Gefängnis geworfen wird, beginnt Jesus sein öffentliches Wirken mit eben diesen Worten: „Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!”

Wir sehen daran: Mögen die Boten auch mundtot gemacht werden, die Botschaft ist damit noch lange nicht am Ende. Sie wird weiterge- tragen. Von Haus zu Haus. Von Stadt zu Stadt. Von Land zu Land.

Und es wird immer Menschen geben, die werden diese Worte hören und sich zu Herzen gehen lassen – und Entdeckungen machen, wie sich das Reich Gottes Geltung verschafft und Friede wird.

Ihre Gabriele Wulz

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