Liebe Gemeindeglieder,

Frohe Pfingsten! Pfingsten gefällt mir. Da gibt es an den Tagen zuvor keine so langen Schlangen an den Ladenkassen, wie zum Beispiel an Weihnachten. Da gibt es keine Umtauschaktionen an den Tagen danach. Da erwarten wir nicht viel und werden deshalb auch nicht enttäuscht.

Die beiden freien Tage kommen gelegen, und wir nehmen sie gerne mit. Geschenkt! Aber das passt zu Pfingsten. Das ist sachgemäß. Weil es darum geht, dass uns tatsächlich etwas geschenkt wird. Die Osterzeit ndet ihren festlichen Abschluss. Fünfzig Tage nach Ostern (Pfingsten heißt auf Deutsch fünfzig) schenkt Gott seinen Heiligen Geist. Wenn schon Jesus weg ist, sollen seine Weggefährten wissen, dass sie nicht allein sind.

Pfingsten beschreibt eine Bewegung. Da werden enge Wege weit. Da werden Menschen mutig und freuen sich am Leben. Wo wir vom Geist Gottes bewegt werden, fangen wir an, die Welt im Licht der Möglichkeiten Gottes zu sehen.

Die katholische Kirche spricht dabei von den sieben Gaben des Heiligen Geistes: Es sind die Gaben der Weisheit und der Einsicht, des Rates, der Erkenntnis und der Stärke, der Frömmigkeit und der Gottesfurcht.

Geschenkt! Und wenn wir diese verrückte und geistlose Welt betrachten, kann es gar nicht genug davon geben, können wir gar nicht genug davon bekommen.

Frohe Pfingsten also!

Herzlich. Ihr

Rolf Engelhardt

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