Liebe Gemeindeglieder,

„Was macht Dich glücklich?”

Auf diese Frage gab es neulich bei uns am Esstisch verschiedene Antworten:

„ein Fest mit Freunden” ... „36 Grad und 2 Kugeln Eis” ... „Eine Tasse heißer Tee” ... „ein Lächeln von Dir” ... „ein kühles Bier an einem warmen Sommerabend” ... „eine Margeritenwiese”...

Aber wo kommt das Glück her? Was brauche ich zum Glück?

„Wochenend und Sonnenschein, und dann mit Dir im Wald allein, weiter brauch ich nichts zum Glücklichsein ...” singen die Comedian Harmonists. So wenig brauchts manchmal, oder eben so viel. Daneben gibt es Tage, da schafft es der Strahl der Sonne nicht in mein Herz, da gehe ich achtlos an der Margeritenwiese vorbei und kein Eis der Welt kann mich glücklich machen. Und manchmal erreicht mich das Lächeln eines lieben Menschen gar nicht, weil ich nicht offen dafür bin.

Ist es so, dass es zum Glücklichsein einfach nur mehr Achtsamkeit braucht, mehr Verweilen, mehr Liebe zum Detail im Eilzug des Lebens?

Oder kann ich mein Glück machen, es zwingen?

„Jeder ist seines Glückes Schmied”, weiß der Volksmund. Und dem entspricht, dass es in Buchhandlungen massenweise Bücher darüber gibt, wie man erfolgreich sein Glück in die Hand nehmen kann. die Werbung suggeriert, dass glückliches Leben zu „managen” ist. Wehe dem, der nicht glücklich ist, er müsste ja alles falsch gemacht haben.

Ich vermute dagegen, dass es mit dem Glück wie mit so vielem im Leben ist: Letztlich ist es ein Geschenk, glücklich zu sein. Und ich beobachte, dass Menschen, die sich beschenkt wissen, ganz oft auch andere Menschen glücklich machen können.

Glücklichsein hat für mich damit zu tun, dass ich mich, mein ganzes Leben verdanke. Glück hat für mich mit Beziehung zu tun. Glück hat mit Gott zu tun.

Der Psalmbeter weiß: „Dir, Gott, nahe zu sein ist mein ganzes Glück” (Psalm 73,28).

Vielleicht finden Sie im Alltag kleine Glückshinweise, kleine Momente, in denen Sie spüren, dass Sie beschenkt sind. Ich wünsche es Ihnen! Und ich lade Sie herzlich ein, im Gottesdienst am 3. Juni zusammen mit mir, mit Großen und Kleinen weiter über das Glück nachzudenken.

So wünsche ich Ihnen Leichtigkeit für Ihre Leben, auch da, wo Sie Schweres tragen müssen. Viel Glück und viel Segen auf all Ihren Wegen!

Einen gesegneten Juni!

Ihr Pfarrer Peter Heiter

 

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