Liebe Gemeindeglieder,

„Unsere Tür steht Ihnen immer offen”, sagte mir neulich ein Ehepaar bei einem Besuch. Was für ein schöner Satz! Und immer wieder begegnen mir Menschen in meinem Leben, bei denen ich das Gefühl habe: Ja, da ist eine offene Türe für mich. Vielleicht gar nicht die Haustüre, aber eine offene Herzenstüre. Menschen, die für mich offen sind, das ist ein großer Schatz in meinem Leben.

Haben Sie dieses Zeichen über diesen Zeilen schon einmal gesehen? Mir ist es zum ersten Mal aufgefallen, als mich eine Gottesdienstbesucherin fragte, was denn dieses Schild vor der Pauluskirche bedeute. Und ich musste mich erst selbst einmal schlau machen. Aber unser Mesner wusste es gleich: Dieses Zeichen steht für eine „Offene Kirche”. Unsere Pauluskirche gehört zu den Kirchen, die tagsüber offen sind – jedenfalls von Dienstag bis Sonntag zwischen 9 und 18 Uhr. Ja, die Pauluskirche ist offen: Offen für Menschen, die Ruhe brauchen. Offen für Menschen, die ein Gebet sprechen wollen. Offen für Menschen, denen die Zeit in der Kirche gut tut.

Aber ich glaube, dass die Pauluskirche noch eine andere Offenheit hat: Jetzt, mitten in den den rasant zunehmenden Vorbereitungen auf die Vesperkirchenzeit, trägt sie mich: Die Offenheit für Menschen, die hungern ... nicht nur körperlich, sondern auch seelisch. Hunger nach Anerkennung, Hunger nach Gemeinschaft, Hunger nach offenen Ohren, offenen Herzen, einer offenen Gesellschaft, ...

Ich erlebe die Pauluskirchengemeinde in ganz vielfältiger Hinsicht als offen.

Da ist die kulturelle Offenheit, die ökumenische Offenheit, die Offenheit für die Stadt, die Offenheit für eine bunte Vielfalt, die Offenheit für unterschiedliche Altersgruppen.

Und jetzt in den zunehmend kälter werdenden Monaten leben wir die Offenheit für Menschen, die Gemeinschaft, Wärme, (Seelen-) Nahrung suchen. Und ich merke, dass ich in dieser Gemeinschaft nicht nur „gebe”, sondern oft genug auch „empfange”.

In diesen Tagen suchen wir wieder Mitarbeitende für die Vesperkirche, und wir suchen Menschen, die auch durch ihre finanzielle Hilfe diese Offenheit unterstützen.

Ich möchte schließen mit einem Satz, der Ihnen gilt, ganz persönlich, und er kann in ganz unterschiedliche Richtungen verstanden werden, nicht nur im Sinne der Vesperkirche. Denn dieser Satz ist in mehrere Richtungen für Sie offen
– denken Sie drüber nach:

„Unsere Tür steht Ihnen immer offen!”

Herzlich grüßt Sie
Ihr
Pfarrer Peter Heiter

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