Suche Frieden und jage ihm nach!

73 Jahre, also ein Menschenalter, Frieden in unserem Land: das prägt unser Lebensgefühl.
Wir sind an Frieden und gewaltfreien, harmonischen Ausgleich gewöhnt und vermutlich auch dadurch ein wenig bis sehr verwöhnt.

Der Psalm 34 ist da realistischer. Frieden unter Menschen ist nicht der Normalzustand, sondern ein ständig gefährdetes und kostbares, immer wieder neu zu erringendes hohes Gut.
Jesus erhebt nicht umsonst die Friedensstifter in den Rang der Seligen.

Praktische Konsequenz daraus – und gleichzeitig erste friedensstiftende Maßnahme: Wundere Dich nicht allzusehr, wenn es mal Konflikte und Spannungen gibt, Probleme, Auseinandersetzung, Widerspruch.

Das ist eine wichtige Botschaft für eine Welt, die von großen und kleinen Aufregern und Shit-Stürmen lebt, ja sogar davon profitiert – und die nicht selten gerade aufgrund ihrer gewohnt friedlichen und als langweilig empfundenen Spannungsarmut geradezu nach Ausnahmezuständen giert.

Deswegen überziehe nicht auf der Jagd nach Frieden denjenigen erst recht mit Krieg, der Frieden und Harmonie irgendwie stört. Suche den Frieden, jage ihm aber nicht mit Pfeil und Bogen, Feuer und Schwert(-„gosch”) nach.

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