Warum feiern Christen Pfingsten?

50 Tage nach Ostern feiern die christlichen Kirchen das Pfingstfest- eines der größten Feste im Kirchenjahr. Doch: warum eigentlich? An Pfingsten ist - sozusagen - der „Geburtstag“ der Kirche.

Das Buch der Apostelgeschichte erzählt: Jesus ist in den Himmel aufgefahren, jedoch nicht, ohne seinen Jüngerinnen und Jüngern gute Aussichten zu geben: „Ihr aber werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und bis an das Ende der Erde.“ (Apg 1,8). So lässt er sie zurück.

Die Jüngerinnen und Jünger kehren zurück nach Jerusalem und dann geschieht das unglaubliche: „Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen Ihnen Zungen, zerteilt wie von Feuer und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in anderen Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.“ Die Menschen, die dieses Ereignis miterleben, sind verblüfft, unterstellen den Freunden Jesu, sie wären am frühen Morgen schon betrunken, bis Petrus anhebt zu einer Predigt, die es so noch nie gegeben hat: Nichts braucht es, als den Glauben an den gekreuzigten und auferstandenen Christus, um heil und gerettet zu werden, so spricht er.

Das sind damals ungewohnte Töne. Kein Opfer? Keine Einhaltung von Regeln? Nein, alles ist schon durch Christus getan, sagt Petrus. Daraufhin lassen sich etwa dreitausend Menschen taufen. Aus einer kleinen christlichen Bewegung entsteht die christliche Kirche. Sie wird bis heute getragen vom lebendigen Geist Gottes und diesen Geist des Friedens, der Liebe und der Hoffnung feiern wir auch und ganz besonders in diesem Jahr.

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