Gemeinsam für den Frieden – Interreligiöses Friedensgebet im Haus der Begegnung

Im Ulmer Haus der Begegnung kamen am 27. April rund 60 Menschen zu einem interreligiösen Friedensgebet zusammen. Vertre-erinnen und Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche, der jüdischen Gemeinde, der bosnischen Gemeinde, von DITIB sowie der Aleviten setzten gemeinsam ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit. Auch Oberbürgermeister Martin Ansbacher war anwesend und unterstrich mit seiner Teilnahme die Bedeutung dieses Miteinanders für unsere Stadt.

Der Abend war geprägt von kurzen, eindrücklichen Statements zum Frieden aus den verschiedenen religiösen Traditionen. Sie machten deutlich: Trotz unterschiedlicher Wege teilen wir die Sehnsucht nach Frieden und die Verantwortung, ihm Raum zu geben. Zugleich wurde bewusst, dass Frieden nicht allein durch menschliches Tun „hergestellt“ werden kann. Gemeinsam wandten wir uns an Gott – den, der Frieden ist und Frieden schenkt. In den Gebeten klang Dank wie Bitte an: für Versöhnung, für das Ende von Gewalt, für Mut zum Zuhören und zum Handeln im Geist des Friedens.

Gerade in Zeiten weltweiter Spannungen tat es gut, zusammenzustehen und innezuhalten.
Das gemeinsame Gebet zeigte: Wir sind nicht allein unterwegs. Unterschiedliche Glaubenstraditionen können sich gegenseitig stärken, wenn sie sich auf das Verbindende konzentrieren und gemeinsam Hoffnung bekennen. So wurde dieser Abend zu einem Zeichen dafür, dass Frieden wächst, wo Menschen einander begegnen, Verantwortung teilen und sich gemeinsam an Gott wenden.

Möge von diesem Miteinander Ermutigung ausgehen – für unsere Stadt, für unsere Nachbarschaften und für unsere Gemeinden.

Pfarrerin Judith Heiter

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