Liebe Gemeindeglieder in Ulm,
Liebe Gemeindeglieder in Ulm,
aufregend ist es schon. Gespannt haben wir auf diesen Tag gewartet. Ein gemeinsamer Gemeindebrief für alle evangelischen Kirchengemeinden in Ulm ist am Start und signalisiert ein „mehr“ an Kooperation und Zusammenhalt.
Der Schritt ist gut vorbereitet. Eine Arbeitsgruppe hat sich über einen langen Zeitraum intensiv Gedanken gemacht und das schier Unmögliche realisiert, nämlich das Besondere der jeweiligen Gemeindebriefe in einer Gesamtkonzeption zusammenführen. Ab sofort kann man am Eselsberg lesen, was es Neues im Westen gibt. In Söflingen kann man zur Kenntnis nehmen, welche Konzerte in der Pauluskirche stattfinden. Familien entdecken Gottesdienste für Klein und Groß über die Stadt verteilt, und die Konfirmandengruppen und die Konfi 3-Kinder sind sowieso weitgehend gemeinsam unterwegs.
Die evangelische Kirche in Ulm hat ab jetzt eine Plattform, auf der sich alle informieren können. Vielen Dank an die, die mit viel Fleiß und Energie dieses Projekt vorangetrieben haben.
Ein solcher Gemeindebrief fällt nicht vom Himmel. Schon seit einigen Jahren arbeiten die Gemeinden in Ulm enger zusammen und haben dabei sehr gute Erfahrungen gemacht.
Vertrauen ist gewachsen. Das Miteinander belebt. Das wirkt sich aus, die Früchte sind zu sehen und zu genießen: Die Angebote für ältere Gemeindeglieder sind attraktiver geworden, wenn mehrere Gemeinden ihre Ideen einbringen. Die unterschiedlichen Begabungen bereichern das Angebot. In all dem war und ist ein wichtiger Baustein die Sommerpredigtreihe, die die Ulmer Pfarrerinnen und Pfarrer auch in diesem Jahr wieder an die unterschiedichsten Gottesdienstorte führt.
Die evangelische Kirche in Ulm hat ab jetzt eine Plattform, auf der sich alle informieren können.
In diesem Jahr steht die Sommerpredigtreihe unter dem Motto „mehr als satt“. Die Sonderausstellung im Museum Brot und Kunst hat uns zur diesjährigen Sommerpredigtreihe inspiriert.
Wir wissen, dass der Mensch vom Brot allein nicht satt wird, aber ohne das tägliche Brot können wir eben auch nicht leben.
Wir brauchen immer beides: Wort und Speise. Die biblischen Texte erzählen von wunderbaren Festmählern, von stärkender Speise und von kargen Mahlzeiten in Hungersnöten. Sie erinnern uns, dass in einer Mangelgesellschaft das Wort „genug“ einen wunderbaren Klang hat, und erzählen vom Brot, das vom Himmel fällt.
„Mehr als satt“ bedeutet, Augen und Ohren und Herzen für das zu öffnen, was wirklich satt macht. Wir brauchen das Wort, das tröstet und befreit und unser Leben weitet, wie das tägliche Brot.
Ich wünsche Ihnen viel Freude an und mit dem neuen Gemeindebrief und viele gute Hör- und Seherfahrungen in diesem Sommer unter der Überschrift „mehr als satt“. Im Museum und in den Kirchen unserer Stadt.
Ihre Gabriele Wulz